Reußen- Von der slawischen Siedlung bis heute

Wie schon erwähnt, ist über Reußen, Großrügeln und Oppitzsch leider nur sehr wenig in der Literatur zu finden. Dennoch ist unsere nähere Umgebung ein wissenschaftlich interessantes Terrain. Ob in der Geschichte, der Archäologie, der Geologie, in der Botanik oder in der Ornithologie sind spezielle Bezüge auf die Umgebung von Reußen zu finden (5; 25). Mit vielen archäologischen Fundstellen rund um Reußen und ca. 20000 Einzelfundstücken letzten Jahres in Canitz wurde wieder betätigt, dass unsere Gegend seit über 6.000 Jahren vor Christus besiedelt war. Die Siedlungsbedingungen waren durch Wald, Wasser und fruchtbaren Boden sehr günstig, was Funde aus mehreren Siedlungsperioden belegten. Geologisch gesehen ist der Reußner Berg eine Besonderheit mit verschiedenen Gesteinsfunden an der Nord- und Südseite, hervorgerufen durch die vorletzte Eiszeit (26).

Aber auch seltene Pflanzen und Gehölze in den ehemaligen Sumpfgebieten von Reußen bis zum Eselteich sind in der Fachliteratur um 1800 bekannt gemacht worden. 1992 wurde in einer Studie zum Kiesabbau am Reußener Berg neben der Flora besonders der Artenreichtum der Vogelwelt hervorgehoben. Es wurden rund 150 Vogelarten gezählt. Schon in der Zeit der DDR war das Wäldchen zwischen Reußen und Forberge, am Fuße des Berges, als Vogelschutzgebiet ausgewiesen und ist heute Flächennaturdenkmal. Vermutlich bis ins 5.Jhd. lebten die germanischen Stämme der Hermunduren, die Sueben in unseren Gebieten. Sie siedelten in den stark bewaldeten und sumpfigen Wäldern mit reichem Wildbestand von Auerochsen, Wildkatzen, Füchsen, Wölfen und Bären. Sie zogen nach Südwesten ab und das Gebiet war dann sehr dünn besiedelt.

Die Gräberfunde im heutigen Oberreußen könnten die Begräbnisstätte der unbekannten Siedlungsform im heutigen Unterreußen sein. Ein Steinbeil aus dem Neolithikum, 10000 bis 2200 vor Chr. fand der damalige Besitzer Bärwald, in Oberreussen, auf seinem Grundstück.


375-568 n. Chr. Die Hunnen drängten in erbitterten Kämpfen die verbliebenen ostgermanischen Stämme immer mehr nach Westen ab. In der Geschichte wird das als große Völkerwanderung bezeichnet und die Gegend war fast unbesiedelt. Erste mit den Hunnen eingedrungene slawische Stämme siedeln hier.


534 schon, nach Chronist Kleber waren es die Sorben, die in unsere Gegend und siedelten in Strehla. Auch in der Chronik von Gröba wurde davon berichtet. Die Wenden dagegen, besiedelten das Gebiet östlich der Elbe bis zur Oder/Neiße, berichtet Chronist Ruppel.


600 und die Jahre danach wanderten die Daleminzier entlang der Elbe aus Böhmen ein. Nur ein kleiner Teil des heutigen Sachsens von Bautzen über Dresden, Meißen bis Leipzig wurde besiedelt. Es waren verschiedene Stämme. Östlich der Elbe in der Lausitz, die teilweise noch zu Böhmen gehörte, siedelten die Milska (hinterm Wald). Im Dresdner Elbtal, bis etwa Gauernitz, siedelten die Nisan (niederes Land). Diese Nachricht über die Anwesenheit weiterer slawischer Stämme stammt aus dem Jahre 631 und betrifft einen Fürst Dervanus. Im größten und dicht besiedelten Gebiet, östlich der Elbe bis Großenhain und zu den Milska, westlich der Elbe über Lommatzsch, Döbeln und Strehla ließen sich die Sorben nieder. (1) Sie lebten in Stammeshierarchien. Man siedelte in günstigsten Gebieten, meist in den Seitentälern der Zuflüsse und baute einräumige Wohnhäuser mit 16-25m² Grundfläche. Der Ackerbau spielte bei ihnen anfangs noch eine untergeordnete Rolle, sie waren Viehzüchter. Die Slawen hatten zum Beispiel gegenüber den Franken und Sachsen, noch eine sehr einfache Lebensweise und waren fast ohne feudale Hierarchien. In der Chronik von Gröba wurde von einer Besiedlung der Döllnitzaue um 600 durch die Slaven berichtet. Damit könnte auch die Siedlung Rysen in den nachfolgenden Jahren entstanden sein. Die Siedler gehörten zum Gau der Daleminzier, mit ihrer Hauptfeste Gana bei Stauchitz. Die Gründung von Strell, Stralla, Ztrele, Strelis, Strelin, oder Strele um 550, geht wahrscheinlich auch auf einen Rundling zurück und wurde später ein Straßendorf. Durch die Furt (8) war es der älteste Knoten von länderübergreifenden Handelstrassen im heutigen Sachsen. Es waren die Alte Salzstraße, die auch zeitweise Via Regia war, der Kaiserweg und die Heer- und Silberstraße. Die Straßen wurden auch später als Poststraßen benutzt. An solche Handelswegknoten gab es Herbergen und Ausspannen, die sich später oft zu Städten entwickelten.


805 wurde in schriftlichen Quellen erstmals Könige und Herzöge bei den Daleminziern erwähnt. Übergriffe der Franken auf ihr Gebiet zwangen sie dazu, in großen Anzahl Befestigungsanlagen anzulegen. Von den Hermunduren wurde schon in Strele, nördlich des heutigen Schlosses, unterhalb des Parkplatzes zum Freibad, ein Wallkörper- eine Wehranlage angelegt. Auch in Gröba, Merschwitz, Seußlitz, Hirschstein und weiteren Orten entlang der Elbe gab es solche Anlagen, die durch eine Straße miteinander verbunden waren.


928 begann Heinrich I., der damalige Herzog von Sachsen und König von Ostfranken, mit der Rückeroberung der ehemaligen germanischen Gebiete und unterwarf mit der Belagerung und Einnahme der Burg Gana die slawischen Stämme. Die Gebiete wurden erobert, die Slawen unterworfen, generell aber nicht vertrieben. Die erworbenen Gebiete westlich der Elbe mussten nun gegenüber den östlich Elbgebieten gesichert werden, da sie weder herrschaftlich noch kirchlich von Deutschen erschlossenen waren. Hier boten sich die von den Sorben errichteten ca. 50 Burgwarde, u. a. auch der in Strehla an. Die Burgwarte wurden zügig ausgebaut und durch Vergabe von Stadtrechten, Bau von Klöstern und erste Vergaben von Lehen an Ritter entstanden neue Siedlungen.  Zur Sicherung seiner Herrschaft ließ Heinrich der I. die Burg Misna (Meißen) errichten und stellvertretend durch einen Markgrafen verwalten. Die eingewanderten deutschen Volksstämme der Franken, Thüringer, Flamen und auch Sachsen wurden immer dominanter, gründeten neue Dörfer oder besetzten Teile der verlassenen Dörfer der Sorben. Bis 1378 hielten sich aber nachweislich auch noch reine sorbische Siedlungen.

(Die Lage der Burg „Gana“ ist bis heute noch umstritten- Luftaufnahme bei Staucha/Hof (1; 32))

Slawischen Namen sind noch heute erkennbar und weisen auf Besonderheiten des Naturraumes hin. Namen der Flüssen und Städte sind von ihnen aus ihrer Heimat, dem damaligen Grenzgebiet zwischen Serbien,Kroatien und Deutschland, der sogenannten „Wendischen Mark“ hier wieder eingeführt worden. Flüsse wie  Reczka oder Reka – Rietsche oder heute Ritzschgraben, Misna oder Meise in Meißen, Miglazka- die Müglitz; Albia- die Elbe. Städte und Dörfer wie Ottoziz- Oschitz- Oschatz; Glimbusca- Glaubitz ; Krajnice- Canitz; Cusovice- Zaußwitz, Goluz- Göhlis. Colum, Chulm, Kolm stehen für Berg in Meißen und bei Oschatz. Strehl- der Pfeil für Strehla ; Rys- der Rote oder Luchs, könnte auf den Besitzer von Reußen verweisen. Aus dem slawischen Gau Dalaminzien wurde dann die Mark Meißen.

970 Die im Zuge der Eroberung wieder eingeführte katholische Kirche versuchte die wenig verbliebenen Sorben zum Christentum zu bekehren. Da sich aber kaum Erfolg einstellte versuchte man sich vorrangig den deutschen Kindern zu widmen und richtete erste Schulen ein, um kirchlichen Nachwuchs zu generieren.

985 In Südeuropa herrschen große Hungersnöte und die Pest. Die Pest wurde in Sachsen aber erst viel später eingeschleppt. Eine Geisel dieser Zeit hier war u.a. das Mutterkorn. Die Wirkung auf den Menschen wurde aber schnell erkannt. Als Mutterkorn wird das durch Pilze befallene Korn des Roggen bezeichnet, der als Brot oder Brei das Grundnahrungsmittel dieser Zeit war. Die Folge nach Verzehr war verheerend. Sogenannte „Ganggränen“ an den Extremitäten, später als Brand oder Wundbrand so beschrieben: „Viele verfaulten zu Fetzen, wie vom heiligen Feuer verzehrt, das ihnen die Eingeweide auffraß, ihre Glieder nach und nach zernagte und schwarz wurden. Sie starben schnell unter grauenhaften Schmerzen oder setzten ohne Hände und Füßen ein noch schlechteres Leben fort“ (38) Die Lebenserwartung betrug in dieser Zeit für Männer 34 und Frauen 27 Jahre.

Schon Ende des 10. Jh. war die Mark Meißen mit den erstarkten Nachbarn Polen und Böhmen in Machtkämpfe geraten und mussten schwere Verwüstungen hinnehmen.

994 Die Elbe war vom 03. November bis Anfang Mai zugefroren (40)                             


1002 Strele wurde durch den polnischen König Boleslaw I. zerstört, niedergebrannt und dadurch erstmalig urkundlich erwähnt (1; 11; 22). Der Grund dieser Zerstörung war aber eigentlich einem Ereignis in Meißen geschuldet. Nach dem Markgraf Ekkehard I. ermordet wurde versuchte sein Bruder Gunzelin die markgräfliche Würde an sich zu reißen. Weil er sich aber zu schwach fühlte verbündete er sich mit Boleslaw, der mit einer großen Schar ins Meißner Land einfiel, brandschatzte und etwa 3000 Sorben mit sich nach Osten nahm. Boleslaw zog 1003 erneut wieder ins schutzlos liegende meißnische Umland ein um linkselbisch ein großes Slawenreich bis einschließlich Böhmen zu errichten. Durch ständige Angriffe bis 1015 drang er bis zur Mulde vor und entführte wieder zahlreich, vorrangig die slawische Landbevölkerung. Erst 1029 brachte ein Sieg über Boleslaws dem Land den Frieden. Trotz erheblicher Menschenverluste während der Polenkriege ist es zu einer ständigen Bevölkerungszunahme gekommen. Das sorbische Leben ist offensichtlich nicht von den in den Burgwarten siedelten Deutschen beeinflusst worden. Man geht davon aus, dass ca. 40.000 Sorben die offenen Landschaften, des sonst viel bewaldeten Landes bearbeiteten und die Zahl im 12. Jh. noch zugenommen hat.

1010 Markgraf Gunzelin war mit dem Grafen Hermann zu Strele in Streit geraten und Gunzelin versuchte Strele zu erobern. Hermanns Besatzung verteidigte sich so tapfer, so dass Gunzelin unverrichteter Dinge wieder abrücken musste.

1064 wird Groben (Gröba) erstmalig urkundlich benannt, weil Heinrich IV. den Burgwart Groben und Strele (Strehla) an den Naumburger Stift verkauft. Die Burg in Strehla in ihrer heutigen Form entstand erst später. Reußen ist unmittelbar auch mit der Geschichte von Strele und Groben verbunden. Alles, was in oder um beide Orte, ab 1550 auch in Oschatz geschah, hatte mehr oder weniger auch Auswirkungen auf unser Dorf. Schon Mitte des 10.Jhd. ist in Strele eine Burgwartskirche erwähnt und im 11. Jahrhundert soll es, in der Nähe des Pfaffenteiches, am späteren unteren Friedhof, auch ein kleines Nonnenkloster gegeben haben. (die Existenz ist aber sehr umstritten)

1105 zu Heinrich des V. Zeiten wurden schon an Leibeigene Freiheitsbriefe erteilt. “ Jeder Vater wusste jetzt für wen er sich abmühte. Das reizte zu größerer Arbeit und großen Fleiß in jeglicher Hantierung. Die freien Deutschen fanden es nun auch nicht mehr anstößig sich mit wendischen Kindern zu verehelichen“.(6)


1141 Ein heftig langer Winter mit viel Schnee beherrschte das Land.(40)

1150 nach dem Zuzug größerer deutscher Siedlergruppen bilden sich mehr und mehr deutsche Siedlergemeinden. 1184 waren schon Dörfer zwischen Meißen und Wilsdruff auf neu gerodetem Land besiedelt. „Das Zeitalter der deutschen Ostsiedlung ist zugleich die große Zeit der bäuerlichen Gemeinden gewesen, die an einer gewaltigen Aufgabe gewachsen war und Leistungen vollbracht hat, auf die sie stolz sein konnten“ (1). Unfreiheit wie in ihren alten Stammesgebieten gab es vorerst hier nicht. Die freie „Genossenschaft“ der Bauern beherrschte das Feld und stand selbstbewusst als gleichwertiger Partner im Vertrag dem Lehens- Herren gegenüber. Die neuen Dörfer hatten gegenüber den alten Siedlungen wesentliche Vorteile in der Höhe der Abgaben und Steuern. Bis zum 14. Jh. wurde aber schrittweise eine Angleichung an die sorbischen Altdörfer hergestellt. Ob Reußen noch als reine sorbische Siedlung existierte, deutsche Kolonisten oder schon „Freie Deutsche in Mischehen“ hier siedelten ist nicht überliefert.

Ende 12. Jhd. entstehen durch Schenkungen die ersten Feudalsitze im Gebiet. Diese waren Lehensanteile (Ländereien) an die an den Feldzügen und Eroberungen beteiligten, von denen einige zu Rittern erhoben wurden. Sie waren dafür als Vasallen und Ministeriale dem Lehns- und Landesherrn zum Kriegsdienst zu Pferde- und später alternativ zu Geldleistungen („Ritterpferdgeldern“) verpflichtet. Diese Gelder wurden noch im Dreißigjährigen Krieg und danach eingetrieben. Die in Strele wohnenden Burggrafen wählten Ende des 11. Jh. den Namen der Burg „Strele“ zu ihren Geschlechtsnamen. Eine urkundliche Erwähnung „de Strele“ war im Jahre 1200, wo ein Thammo von Strele als Zeuge auftrat und als „prefectus de strele“, Stadthalter von Strele bezeichnet wurde. Nachfahren der „de Stele“ waren Johannis und Conrad von Strehlis , die beide Anfang des 14.Jhd. Dompröbste zu Meißen und Pröbste zu Wurzen, Bautzen und Hayn (Großenhain)waren.(39).  Das Adelsgeschlecht der „Strele“ verlor aber bald die Lehnrechte und der Markgraf von Meißen eignete sich große Teile der Stadt an. Er machte den Rest zu einem Rittergut, das mit vier Ritterpferden verdingt werden sollte.  Es könnte die Zeit gewesen sein, in der ausgehend von Strele und Grobe die deutsche Kolonialisierung, die Besiedlung Deutscher in die umliegenden sorbischen Dörfer, eventuell auch in Reußen begann. Es war aber auch der Beginn einer rasanten Zeit des Städte- und Burgenbaus in Deutschland und der Beginn der Verdrängung der Bauernschaft durch die Stände des Stadtbürgertums auf die wieder letzte Stufe in der Pyramide der Hierarchien.


1209 Da die Sorben der Christianisierung, und damit besonders dem Pfarrer noch immer feindlich gegenüberstanden, wurde im in Strehla die Kirche als ein festes Steinhaus gebaut und ermalig erwähnt.

1210 In diesem harten Winter sind viele Menschen, Obstbäume und die Weinberge erfroren. (40)

1248 Das Ereignis war eine Sonnenfinsternis in der man von 9 bis 15 Uhr die Sterne sehen konnte. (40)

1238 In einer gedruckten Urkunde dieses Jahres wird Strele erstmals als Stadt benannt.

1272 Eine große Hungersnot, begleitet von Teuerungen und ansteckenden Krankheiten, raffte tausende Menschen dahin. Tannenzapfen und Eicheln wurden gemahlen und verbacken. Selbst totes Vieh wurde noch gegessen. Obwohl in Strehla schon Kirchlehen und einige zinspflichtige Dörfer, u.a. auch Forwerke, in den Unterlagen aufgeführt waren, gab es keine Hinweise auf eine Zugehörigkeit von „Reußen“ zum Kirchspiel Strehla.(8) Das könnte auf eine noch überwiegende sorbische Bevölkerung im heutigen Unterreußen deuten.


1307 Ersterwähnung von Großrügeln als Vorwerk und Rittersitz von Bastian Stenchin zu Rogelyn. In der Strehlaer Kirche findet man noch den Denkstein eines Ritter von Rogeln. Heinrich der I. ließ die ganz oder teilweise verlassenen Dörfer der Daleminzier durch im Kriege verdiente Ritter (agri milites) oder als Fußvolk dienende Freibauern (milites agri) besetzen (6). Die verbliebenen Slawen mussten ihnen Diensten und Abgaben leisten. Diese Freigüter wurden zu Vorwerken und mache später auch Rittersitzen erhoben und adelten damit ihre Besitzer. In den ersten Zeiten wurden Vorwerke Großrügeln, Leckwitz, Görzig und Trebnitz genannt. Die Rittergüter Großrügeln und Trebnitz sind noch in einige Bauerngütern unterteilt (wie später auch Reußen), während Leckwitz, Görzig und Trebnitz schon zu Rittergütern erhoben wurden.

1308 Es setzt eine jahrelange Pestilenz ein. 1310, 1312, 1315, 1316, 1317, 1330 werden die Menschen in unserer Gegend dahingerafft, bis 1335  die Pest ein vorläufiges Ende fand.

Es gab auch erste Dokumente der Strehlaer Kirche zu erhobenen „Decem“ ,den 10 Teil der Ernte, als Abgaben über die zur Kirche gehörenden Dörfer und damit über die Einkommensverhältnisse.(8)

1327 Die sorbische Sprache wird in der Mark Meißen verboten.