18. Jahrhundert

1700 wurde in Sachsen der gregorianische, der noch heute benutzte Kalender, eingeführt. Auf den 18. Februar folgte direkt der 1. März. Damit wurde der ungenauere Julianische Kalender, der mittlerweile 13 Tage nachging, nun auch in den protestantischen Ländern benutzt (1582-1583 bereits in vielen katholischen Ländern).

1704 wurden in Dresden 3 Räuber wegen Kirchenraubes in Strehla aufs Rad geschlagen und zu Tode befördert. (8)

1709 „herrschte im Januar so grimmige Kälte, dass die Menschen auf den Straßen und in den Betten erfroren. Es kam vor, das Reisende an den Haltepunkten ankamen, aber niemand ausstieg, weil die Fahrgäste erfroren waren“. (40) Bis 1783, so in den Aufzeichnungen von C. G. Pötsch wird unsere Gegend von 24 Überschwemmungen neben anderen Wetterunbilden heimgesucht. (36)

1711 Am 7. Januar ist durch das „Hochnotpeinliche Halsgericht“ zu Strehla Daniel Parthon aus Metz wegen Mordes in Trunkenheit zum Tode verurteilt worden. Die Hinrichtung durch das Schwert fand am 16. Januar, unter Bewachung einer bewaffneten Bürgerwehr aus den Dörfern, öffentlich statt (8).

1734 Schon seit 1575 wurde vom privaten Gewerbe eines Postboten in Strehla berichtet (7). Es war in dieser Zeit üblich Briefe oder Pakete zur Weiterleitung an den Postboten, Reisenden oder Bekannten mitzugeben. Mitte des 18. Jh. aber wurden private Postzustellungen untersagt, weil man nach und nach Postverbindungen einrichtete. In Strehla wurde 1734 eine Poststation der Wittenberg- Dresdener Fahrpost eingerichtet. (8/10/27) Sonnabend früh um 8.00 Uhr war Abfahrt in Wittenberg und man brauchte mit fünfmaligen Pferdewechsel 20-24 Stunden nach Dresden. Dienstag früh fuhr die Post von Dresden wieder zurück. In der Zeit, in der die Postkutsche unterwegs war, durfte kein Bote zu Ross, zu Fuß oder ein Landkutscher mit Post unterwegs sein.

Bekanntmachung zur Einführung der Wittenberger Fahrpost
unten handschriftl. Eintrag für Belgern

Die Riesaer mussten noch bis 1787 ihre Sendungen nach Strehla oder Meißen zum Postmeister bringen. Der Postweg war die „Böhmische Glasstraße“ (13;40) oder “Silberstraße“ (6), auf den Meilenblättern 1820 auch „Straße von Strehla nach Nossen“ bezeichnet, über Großrügeln, Schwarzroda, Canitz über die heutigen B6, hier wird die „Nossener Str.“ die nach Lommatzsch weiterführt verlassen, die „Alte Str.“ die zur Furt Boritz führt überquert und der neuen Poststr. über Zehren nach Meißen und Dresden gefolgt (heutige B6). Riesa wurde also „links“ liegen gelassen. Ab 1808 wurde die Wittenberger Fahrpost über Oschatz geleitet. Es wurde ein Postbote eingestellt, der sonntags, montags und freitags mit Post nach Strehla und Riesa ging und den Tag darauf zurückkam. Erst 1820 bekam Riesa eine Poststation und 1869 wurde ein Postmeister eingesetzt. Der Grund lag daran, dass es noch keine ganzjährig befahrbare Straßenverbindungen von Riesa an die Poststraße Leipzig- Dresden und auch keine brauchbare Verbindung für die Postkutsche über Poppitz, Kobeln nach Meißen gab. Eine Ursache dafür war die oft nicht befahrbare „Telze“ Döllnitzfurt in Gröba. Erst 1839 nach der Fertigstellung der Eisenbahnlinie Leipzig- Dresden wurde Gröba und später auch Riesa für die aufstrebende Industrie interessant. So wurde 1845 die Anbindung der Straße von Riesa über Gröba nach Strehla und 1867 die Straße über Poppitz, Kobeln nach Meißen fertiggestellt. Mit der schon 1835 aufgekommenen Dampfschifffahrt auf der Elbe war Gröba einer der wichtigsten Verkehrsknoten in Sachsen. Eine Busverbindung Wittenberg-Dresden über Strehla  wurde auch vom VEB Kraftverkehr Meißen zu DDR Zeiten befahren.

1739/40 Dieser Winter war der kälteste und längste der Neuzeit. Die Flüsse in Deutschland waren schon Anfang November zugefroren. Einem nassen kalten Frühjahr, die Bäume belaubten erst im Juni, folgte eine sehr trockener warmer Sommer. Danach folgte ein sehr nasser Herbst und ein starker Frost ließ Menschen und Tiere erfrieren. Die Ernten fielen schlecht aus und der Gesundheitszustand der Dorfbewohner war allgemein sehr schlecht. Bei Rekrutierungen in Sachsen wurden von 10 Gemusterten nur 3 für Tauglich befunden. Der Fleischverbrauch betrug nur 14kg/Kopf im Jahr und befeuerte damit die Anfälligkeit für Infektionskrankheiten. (36,40)

1748 Am 15. November wird in Strehla die Straßenräuberin Reinhardt öffentlich durch das Schwert hingerichtet. Die genaue Geschichte kann man in der Broschüre „Strehla- eine reizvolle Kleinstadt an einer der schönsten Elbschleifen Sachsens“ (22) nachlesen. In der Leipziger Universität wurde eine erste Sammlung von Rechtsschriften seit der Römerzeit zu Bereichen des „Bauern- und Dorfrechts“ veröffentlicht und 1780 in der preußischen Friedrich- Universität Halle als Sammlung zusammengefasst und mit Paragraphen versehen (2).

1751 in einem Lehenbuch oder (lat.) Urbarium werden die Besitzrechte einer Grundherrschaft und die zu erbringenden Leistungen ihrer Grunduntertanen verzeichnet und registriert. Es war eine bedeutende Wirtschafts- und Rechtsquelle auch des frühneuzeitlichen Lehenwesens und relevant für die Erhebung von Steuern und Zinsen für das Kurfürstenhaus. Im „Geheimen Konsilium“ im Staatarchiv Dresden ist ein Lehenstamm der „von Pflugk“ Strehla im Gut Oberreußen von 5.555 Gulden registriert. Ob es dabei um eine Jahreseinnahme, Einnahmen über mehrere Jahre oder um eine stille Beteiligung am Vorwerk der „Von Arnims“ oder früherer Besitzer handelte, ist nicht ersichtlich. Die Familie Pflugk war nie als Eigentümer von Oberreußen ausgewiesen. (1025).

1753 Ein Feuer zerstörte die Bauerngüter Clauß und Risse und damit fast alle Häuser in Forberge. Die heute so genannten „Kaulschen Güter“ an der Elbe waren damals das „Vorwerk vorm Berge“. Die Frau des Gutsbesitzers kam mit schweren Verbrennungen davon. Ihre zwei Enkel und deren Mutter starben in den Flammen.

1756-1776 Im Siebenjährigen Krieg wurde Sachsen wieder einmal zum Aufmarsch- und Kampfgebiet. Es standen sich Preußen mit Großbritannien als Kur- Hannover und Habsburg, Russland, Frankreich und der Rest des „Heiligen Deutschen Reiches“ einschließlich Sachsen gegenüber. Erst 1756 bestand die sächsische Armee durchgängig aus besoldeten aktiven Soldaten. Bis dahin setzte sich das Heer aus 9.664 Mann Infanterie und 1.593 Ritterpferden zusammen. Sie wurden unterstütz von Defensivgruppen aus Bürgerwehren, die 1711 in eine Landmiliz umgewandelt wurden. Wieder ging es um Macht- und Gebietsansprüche. Einquartierungen und Kontributionen (Zwangsbesteuerung im feindlichen Gebiet durch die Besatzungstruppen). Plünderungen von Vieh, auch in Reußen, belasteten die Bauern zusätzlich. Das bei dem verheerenden Stadtbrand von Strehla 1752 in Schutt und Asche gelegte Rathaus, ist dank der Hilfe der „Von Pflugk“ 1756 in neuer Pracht wieder aufgebaut worden (Eintrag über dem heutigen Portal des Rathauses).

Das Ergebnis dieses Krieges für Sachsen war, das an Preußen 40-50 Millionen Taler gezahlt werden musste und die Staatsschulden sich nach dem Krieg auf 42 686 000 Taler beliefen.

1759 In der Ortschronik von Gröba ist die Rede von einer Schlacht auf dem Reußner Berg zwischen Preußen und der Reichsarmee (Österreicher und Sachsen). Lt. Kleber fand am 3. Oktober ein Gefecht dort statt, bei dem die Preußen siegten. Es fanden immer wieder kleinere Scharmützel zwischen den nach Norden zurückweichenden Preußen und der Reichsarmee von hier bis Oschatz, auch am Reußner Berg, statt. Die Österreicher und Sachsen sammelten sich in unserer Gegend und die Preußen verschanzten sich am Dürrenberg (6).

1760 Auf dem Reußner Berg bis Pochra standen 1.000 Mann der Reichsarmee, um in die Schlacht am Dürrenberg eingesetzt zu werden. In Reußen waren zwei Kompanien unter Leutnant Dreverholf stationiert. Was die Sicherung der Verpflegung der gesamten Truppen für die im Lagerungsgebiet

Truppenaufstellung vor der Schlacht am Dürrenberg am 20. August 1860; blau Preußen/ rot Österreicher

ansässigen Bauern bedeutete, können wir uns sicher nicht vorstellen. Am 20. August standen sich dann am Dürrenberg die zahlenmäßig unterlegenen Preußen und die Reichsarmee zur Schlacht gegenüber. Pfarrer Münckner schrieb dazu: „ ….gegen 2 Uhr morgens begann die Blutarbeit. Die Kanonen der Österreichischen Batterien donnerten vom bornaschen Ottenberg… während das Beobachtungscorps von 1000 Mann zwischen Oppitzsch und Reußen stehen blieb.“  Der Kampf endete nach fünf Stunden mit schweren Verlusten der Österreicher und dem Rückzug in die eigenen Stellungen am Morgen. Trotz zahlenmäßiger Überlegenheit endete das blutige Gemetzel für die Reichsarmee mit 3.000 Toten und Verwundeten, davon 40 Offizieren, 1.214 Gefangenen und einer verlorenen Kanone. Wie viele Sachsen in dieser Schlacht umkamen, wurde nie erwähnt. Die Preußen dagegen hatten 600 Tote und Verwundete, davon vier Offiziere zu beklagen und zogen sich noch am gleichen Tag auf die Festung Torgau zurück, die sie aber am 27. September doch noch der Reichsarmee überlassen mussten. Trotz des klugen Taktierens der Preußen und großen Verlusten an Menschen und Material fehlte ihnen letztendlich die Kraft. Mit dem Hubertusburger Friedensvertrag von 1763 endete endlich dieser Siebenjährige Krieg. Wieder war es die Bevölkerung in den Kampfgebieten der Schlachten, die nicht nur große Verluste an Vieh, Hab und Gut, sondern auch an Leben zu beklagen hatte. Große Teile der Dörfer Leckwitz, Zaußwitz, Clanzschwitz und Kleinrügeln waren durch Beschuss zerstört und abgebrannt. Die Beseitigung der Kriegsschäden in Feld, Flur und den Dörfern zog sich noch viele Jahre hin und brachte Not und Verarmung.

1761 im Frühjahr war ein verheerendes Elbehochwasser, auch wüteten starke Stürme. Im August war eine außergewöhnliche Hitze, so das Dürre eintrat. Die Ernte war schlecht.“  

Während des 7jährigen Krieges bürgerte sich das Kaffeetrinken in Sachsen und unserer Gegend ein. (40)

1764 zählte Reußen schon zehn Besessene (Bauern) und drei Häußler. Die Anordnung der Höfe oder Güter entsprach dem heutigen Stand und die Einwohnerzahl etwa der Einwohnerliste von 1895. Das Land der Dorfgemeinschaft bestand aus den Gehöften der Bauern, dem Dorf- oder Hirtenplatz und dem Krautgarten. Nachweislich verwandtschaftliche Beziehungen der Bauernfamilien im Dorf untereinander gab es in fast jeder Generation und führten durch Heirat oft zum Zusammenschluss von Feldern und dadurch auch zu den vier „großen“ Bauernhöfen im Dorf.

1770-1771 Einer Gerichtsakte folgend war der ehemalige Gasthofbesitzer, der Halbhufenbauer und Schankbesitzer Johann Gottfried Kretzschmar, im Streit über einen zerstörten Abwassergraben und Zaun mit seinem größeren Nachbarn, dem Einhufenbauer Johann Georg Hoffmann (heute Theinert). Das war aber auch der einzige Streitfall, der in den Gerichtakten zu Reußen zu finden ist. (29)  Er zeigt aber deutlich, dass das Grabensystem des Dorfes nicht nur wichtig  für den reibungslosen Abfluss der Oberflächenwässer sondern auch für das Zusammenleben im Dorfe war. Eine verherende Dürrezeit bis März ließ die Quellen und Bäche versiegen. Die Trockenheit und Wassernot brachten durch eine Missernte großer Not. Dazu kam als Folge der verbleibenden schlechten Wasserqualität noch die Verbreitung der Ruhr. Das anschließende Hochwasser von Mai bis Juni verbreitete, wie die Dürre, Angst und Schrecken unter der Landbevölkerung. Für immer wieder auftretenden Wasserüberfluss war man im Dorf mit dem Grabensystem gut vorbereitet. Bei Wasserknappheit hatten die Reußner Bauern sicher nicht so viele Probleme wie die Strehlaer. Wenn auch der Quellbereich oberhalb des Krake Teich trockengefallen war und damit die Teiche ebenfalls austrockneten, garantierten immer noch tiefere wasserführende Schichten über einer mächtigen Lehmschicht ein Minimum Wasserstand in den Brunnen. In dieser Zeit hatten wahrscheinlich die meisten Bauerngüter schon einen eigenen Brunnen. Der Standort, der bis Ende der 1950iger Jahre bestehenden öffentlichen Wasserpumpe am Dorfplatz, könnte auch der des früheren Dorfbrunnens gewesen sein. Damals wie heute musste man für die Brunnen in Reußen nur maximal sieben Meter tief graben, um eine der wasserführenden Adern oberhalb einer mächtigen Lehmschicht zu erreichen.

1775 Kurfürst Friedrich August III., der Gütige, erlässt am 18.02. eine Feuerordnung für alle Dörfer.

1783 Im Sommer kommt es auf Island zum Ausbruch des Vulkan Laki. Die Folgen waren auf der gesamten nördlichen Halbkugel jahrelang spürbar. Der Vulkan spukte Unmengen an Lava und giftige Aschewolken bis hohe Atmosphärenschichten aus. Die Asche in Verbindung mit Wasser und Luft bildete giftige Aerosole, die sich wie ein Schleier in der Stratosphäre über die ganze Nordhalbkugel verteilten und die Sonneneinstrahlung behinderten. Als erste traf es natürlich die Isländer. Pflanzen und Vieh wurden vergiftet und starben. Missernten und Hungersnöten folgte ein sehr harter Winter in ganz Europa. In dem darauffolgenden Wärmeeinbruch im Frühjahr 1784 brachten, die plötzlich zum Schmelzen gebrachten Eis- und Schneemassen der Elbe aus dem Böhmischen, ein riesiges Hochwasser. Die Elbe durchbrach sich bei Moritz, wie später 2002, den Weg ihr altes Bett und überflutete Flächen bis Zeithain und Mühlberg. Aus Röderau wurde berichtet, dass durch die Eisfahrt die neu erbaute Kirche und einige Häuser weggerissen wurden. Der Kirchturm lag auf der Lorenzkirchner Wiese und den Altar fischte man erst in Torgau aus der Elbe. Auch in Riesa, Gröba, Forberge und Oppitzsch wurden Häuser, Stallungen mit Vieh mitgerissen. Bis Mühlberg, beiderseits im Elbenahen Bereich, richtete diese Flut erheblichen Schaden an. (36) Dieser vulkanische Winter galt als die größte Naturkatastrophe der Neuzeit auch mit verheerenden Folgen für das böhmisch- sächsische Elbtal bis ins Jerichower Land. Die verminderte Sonneneinstrahlung hielt sich noch bis in die Jahre 1786- 1787 und ließ erst dann allmählich nach. Es waren kalte und nasse Jahre mit Missernten und Hunger. Adel und Grundbesitzer hielten, trotz der Not der Untertanen, an ihren Abgabeforderungen fest. Hungersnot und steigende Preise führten zu Aufständen in den Städten und in Frankreich sogar zur Revolution vom 14. Juni 1789. In die Geschichte ist dieser Vulkanausbruch als Auslöser der französischen Revolution und der folgenden revolutionären Umwälzungen in ganz Europa eingegangen.

1773-1808 gehörten außer dem Vorwerk nur noch eine Viertel Hufe Land mit einem Dreschergütchen, ein Drescherhaus und ein paar Gartennahrungen von Oberreußen zu Gröba. Nach dem in Oschatz bis 1785 jedes Haus eine Nummer erhalten hatte, kann man davon ausgehen, dass auch in Reußen bis zu Jahrhundertwende alle Grundstücke nummeriert waren.

1788 Oberreußen hat 3 steuerpflichtige Gärtnerstellen, hat für je 6 Ruthen Marsch- und Magazinhufen Abgaben von 299 vollen, 158 gangbaren, 144 decrem Schocken und 16 Groschen Ouantemberbeitrag aufzubringen. Die 17 Einwohner über 10 Jahren halten sich 9 Kühe. In Unterreußen sind 3 Gärtner- und eine Häuslerstelle für 9 Spannhufe und 13 Bewohnern nach Merzdorf abgabepflichtig. 4 Pferdner, 3 Gärtner und 2 Häusler sind auf 5 Spann-, 6 Magazin- und 7 Marschhufen mit 403 vollen, 336 gangbaren 67 decrem Schocken und 1 Gulden 17 Groschen Quantemberbeitrag nach Bornitz abgabepflichtig. Einwohner über 10 Jahre gehören 13 nach Merzdorf und 35 nach Bornitz. Im Dorf stehen 8 Pferde, 14 Ochsen und 27 Kühe.

1790 Im August des Jahres versammelten sich aufständische Bauern in ganz Sachsen, um die Befreiung von Fron und Abgaben zu erkämpfen. In Hirschstein verweigerten die Bauern die Fronarbeit und die Abgaben. Aus der Umgebung von Gröba zogen ca. 4.000 Bauern von Rittergut zu Rittergut. Die Revolte wurde im September durch massiven Militäreinsatz niedergeschlagen, weil auch die Unterstützung durch die Stadtbevölkerung fehlte. Ob auch Bauern aus Reußen beteiligt waren, ist leider nicht belegt.  Neben vielen anderen verurteilten Rädelsführern wurden der Häusler und Schneider Gottlieb Hermann aus Weida, Christoph Riedel aus Gröba und Johann August Hofmann aus Canitz lt. Sächsischen Staatsarchiv wegen Teilnahme an den Aufständen auf die Festung Dresden verbracht.

1797 auf Grund der warmen Witterung wurden die Felder schon im Februar bestellt. (40) Der Winter 1798/99 brachte große Überschwemmung mit Eisgang bei der viele Tiere und Menschen ertranken. (6)